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| Beitrag inkl. Anworten zu: "Lenkkopf-Lager R 25/3" | |
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Veit (Eingetragener Nutzer)

(8 Beitr., 5 Antw.)
| Überschrift: Neue Lager und alles wackelt...
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Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.06.02 (15:58 Uhr) vom Verfasser überarbeitet!
Hallo zusammen!
Eigentlich dachte ich ja, mein (oder besser meines Vaters) Maschinchen könne diese Woche endlich zum TÜV, da tut sich folgendes Problem auf:
Im Zuge der Restaurierung habe ich die Lenkkopflager ernauert und auf Anraten von Uli durch Kegelrollenlager ersetzt. Nun habe ich das Problem, daß die Gabelführung Spiel hat, wenn die untere Gabelführungsmutter so angezogen ist, daß die Gabel sich leichtgängig lenken läßt. Ziehe ich die Mutter an, so daß nichts mehr wackelt, steht der Lenker fest... Ein Zwischending gibt es trotz Dutzender Versuche offenbar nicht.
In dem Zusammenhang frage ich mich, ob ich die Lager eventuell "verkehrt herum" eingebaut habe (etwa 1 mm des unteren Lagers ist von außen zu sehen, das Lager selbst sitzt aber sauber auf der unteren Gabelbrücke auf): die Kegelrollen des unteren Lagers zeigen von unten außen nach oben innen, die des oberen von unten innen nach oben außen...- alles klar?
Für jeden Ratschlag dankbar
Veit
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| 03.06.02, 15:58 Uhr |
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Stefan (Eingetragener Nutzer)

(68 Beitr., 68 Antw.)
| Überschrift: Re: Neue Lager und alles wackelt...
| | Re: Neue Lager und alles wackelt... [Veit, 03.06.02 - 15:58]
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Hallo Veit,
das gleiche Problem tritt auch bei allen älteren Japsen-Mopeds auf. Es gibt zwei hauptsächliche Probleme mit Kegelrollenlagern:
1. Die Außenringe sind ziemlich labil, d.h. sie lassen sich leicht oval drücken. Wenn die Maschine mal einen Unfall hatte, kann es sein, daß die Aufnahmeschalen im Rahmen unrund sind, dann wird sich der eingepreßte Lagerring dieser Kontur anpassen und damit hast Du Spiel im Lenkkopf.
2. Da Kerolas i.A. höher sind als Kugellager, sitzt auch der obere innere Lagerring an einer anderen Stelle am Lenkrohr als beim Kugellager. Das kann so weit kommen, daß der Ring auf Höhe des Gewindes für die Stellmutter sitzt. Dann hast Du übermäßiges Spiel zwischen Innenring und Lenkrohr, was dazu führt, daß es beim Bremsen laut knackt oder sogar schon im Stand wackelt. Kannst Du aber mit dünnen Blechstreifen (Fühlerlehre), die Du dazwischen klemmst, weghuddeln.
Ich persönlich würde gerade bei den geringen Laufleistungen von Oldtimern keine Kerolas einbauen, da ein richtig eingestelltes Axialkugellager auch seine 25-30.000km hält und dazu noch einfacher einzustellen ist.
Sehr interessante Seite zu spielfreien Lenkköpfen: http://www.emilschwarz.de/ Aber aufpassen: Der Emil klebt die Ringe mit Loctite ein (Uiuiuii, das Thema hatten wir doch schon einmal im Vorderrad)!!
Gruß
Stefan
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| 04.06.02, 8:14 Uhr |
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Kees (Eingetragener Nutzer)

(21 Beitr., 20 Antw.)
| Überschrift: Re: Re: Neue Lager und alles wackelt...
| | Re: Re: Neue Lager und alles wackelt... [Stefan, 04.06.02 - 8:14]
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Leider kann ich mit die R25 lenkkopflager nicht weiter helfen. In die R69 hat es gut funktioniert. Aber da gibt es eine "shim" zu beruecksichtigen, die die richtige dicke haben soll. Im ersatzteilkatalog schreibt BMW dan: Dicke nach bedarf.
Locktite im lenkkopflager macht warscheinlich weniger problemen als im rad. Im rad ist das problem das das rotierende teil (das rad) losse wird. Das rotierende teil einer lager hat immer viel mehr last als das fest stehende teil. Und im rad wird es schon richtig heiss (durch die Bremse). Hitze und locktite geht auch nicht gut zusammen.
Kees
>Hallo Veit,
>das gleiche Problem tritt auch bei allen älteren Japsen-Mopeds auf. Es gibt zwei hauptsächliche Probleme mit Kegelrollenlagern:
>1. Die Außenringe sind ziemlich labil, d.h. sie lassen sich leicht oval drücken. Wenn die Maschine mal einen Unfall hatte, kann es sein, daß die Aufnahmeschalen im Rahmen unrund sind, dann wird sich der eingepreßte Lagerring dieser Kontur anpassen und damit hast Du Spiel im Lenkkopf.
>2. Da Kerolas i.A. höher sind als Kugellager, sitzt auch der obere innere Lagerring an einer anderen Stelle am Lenkrohr als beim Kugellager. Das kann so weit kommen, daß der Ring auf Höhe des Gewindes für die Stellmutter sitzt. Dann hast Du übermäßiges Spiel zwischen Innenring und Lenkrohr, was dazu führt, daß es beim Bremsen laut knackt oder sogar schon im Stand wackelt. Kannst Du aber mit dünnen Blechstreifen (Fühlerlehre), die Du dazwischen klemmst, weghuddeln.
>
>Ich persönlich würde gerade bei den geringen Laufleistungen von Oldtimern keine Kerolas einbauen, da ein richtig eingestelltes Axialkugellager auch seine 25-30.000km hält und dazu noch einfacher einzustellen ist.
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>Sehr interessante Seite zu spielfreien Lenkköpfen: http://www.emilschwarz.de/ Aber aufpassen: Der Emil klebt die Ringe mit Loctite ein (Uiuiuii, das Thema hatten wir doch schon einmal im Vorderrad)!!
>
>Gruß
>Stefan
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| 04.06.02, 10:53 Uhr |
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Anonymus* (Anonymer Nutzer)
| Überschrift: Re: Neue Lager und alles wackelt...
| | Re: Neue Lager und alles wackelt... [Veit, 03.06.02 - 15:58]
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Hallo,
mein Senf:
Stellung der Kerolas: wie ein großes X sollten die BEIDEN Kegeln( der Lager) (oben + unten)zueinander stehen. Hast du, glaube ich, auch so gemacht (nachdem ich dein Beschreibung 3x gelesen habe).
Stefan hat recht mit den labilen Außenringen.
Das obere Lager (das mit den Kegeln) ist doch lose, nimm nochmal die Gabel raus, lege das Lager in die Steuerkopfaußenringe, presse mit leichten Handdruck die Kegel an und drehe dabei das Lager (das jeweils unten und oben), ist es irgenwo schwergängig?wenn ja , Außenring unrund, wenn nein , alles ok.
Das sich das Lagerspiel verstellt wenn man die 2. (obere) Mutter anzieht ist normal. Also: etwas zu fest einstellen, dann wieder lösen (Fett wird weggepresst), richtig" einstellen, Gabelbrücke rauf, obere Mutter anknallen, prüfen....zu fest(meistens)?-alles zurück , Einstellung lockern, Gabelbrücke rauf usw usw. (wenn du mit dem Schlüssel oder dünnen Körner rankommst, brauchst du nur die obere Mutter lockern und dann die Einstellmutter einen Tick zurückschlagen (drehen).
Ich gehe mal davon aus das du alles korrekt zusammen gebaut hast und alles am richtigen Platz ist (und nicht z.B. die Straubschutzkappe am Rahmenrohr scheuert/klemmt, habe ich auch schon gesehen[nach 1 Stunde Lenklagerspiel einstellen bei einen bekannten])
Gruß
rolf
>Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.06.02 (15:58 Uhr) vom Verfasser überarbeitet!
>
>Hallo zusammen!
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>Eigentlich dachte ich ja, mein (oder besser meines Vaters) Maschinchen könne diese Woche endlich zum TÜV, da tut sich folgendes Problem auf:
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>Im Zuge der Restaurierung habe ich die Lenkkopflager ernauert und auf Anraten von Uli durch Kegelrollenlager ersetzt. Nun habe ich das Problem, daß die Gabelführung Spiel hat, wenn die untere Gabelführungsmutter so angezogen ist, daß die Gabel sich leichtgängig lenken läßt. Ziehe ich die Mutter an, so daß nichts mehr wackelt, steht der Lenker fest... Ein Zwischending gibt es trotz Dutzender Versuche offenbar nicht.
>In dem Zusammenhang frage ich mich, ob ich die Lager eventuell "verkehrt herum" eingebaut habe (etwa 1 mm des unteren Lagers ist von außen zu sehen, das Lager selbst sitzt aber sauber auf der unteren Gabelbrücke auf): die Kegelrollen des unteren Lagers zeigen von unten außen nach oben innen, die des oberen von unten innen nach oben außen...- alles klar?
>
>Für jeden Ratschlag dankbar
>
>Veit
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| 04.06.02, 11:16 Uhr |
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Karl (Moderator)

(272 Beitr., 225 Antw.)
| Überschrift: Knacken & das gute Locktite
| | Re: Re: Neue Lager und alles wackelt... [Stefan, 04.06.02 - 8:14]
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Hallo Stefan,
>2. Da Kerolas i.A. höher sind als Kugellager, sitzt auch der obere innere Lagerring an einer anderen Stelle am Lenkrohr als beim Kugellager. [...] was dazu führt, daß es beim Bremsen laut knackt oder sogar schon im Stand wackelt.
Jetzt wo du es erwähnst, fällt mir ein, dass mein Bike ab und zu beim Bremsen auch so ein "KNACK" von sich gibt. Bisher dachte ich aber, dass es von der Bremstrommel kommt (die Aufnahme für die Bremstrommel am rechten Gabelbein ist etwas ausgeleiert). Da ich aber auch diese KeRoLa´s eingebaut habe, wird es evtl. von denen kommen ... Was kann man dagegen tun?
>[...LOCKTITE...] (Uiuiuii, das Thema hatten wir doch schon einmal im Vorderrad)!!
Aber es hält!
Grüße,
Karl
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| 04.06.02, 13:51 Uhr |
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